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Metropolregion Hamburg

Bewegender Film zum Internationalen Frauentag

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wilster und des Amtes Wilstermarsch, Anke Rohwedder, hatte gemeinsam mit der Leiterin der Stadtbücherei Wilster, Karin Labendowicz zu einem DVD-Abend anlässlich des Internationalen Frauentages eingeladen. Mit dem Film „Suffragette – Taten statt Worte“, stand ein Film auf dem Programm, der die Intension des Gedenktages nicht besser hätte zum Ausdruck bringen können. Die „Suffragetten“ waren Frauen aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten, die sich zunächst mit öffentlichen Kundgebungen und Flyern für das Frauenwahlrecht im Großbritannien zu Beginn des 20ten Jahrhunderts einsetzten. Jedoch wurde die Bestrebungen immer wieder von dem patriarchalischen System unterbunden, so dass die Frauen zu radikalen und militanten Mitteln griffen, von Brandanschlägen, über Hungerstreiks bis hin zur Opferung des eignen Lebens. Tief bewegt waren die etwa 20 Frauen, die sich zu diesem Filmabend zusammengefunden hatten. Die ersten Minuten nach Beendigung des Films herrschte großes Schweigen, zu groß war die Betroffenheit. In der anschließenden Diskussion stellten sich die Anwesenden selber die Frage, wie weit sie gegangen wären, um für ihre Rechte einzutreten. Rechtfertigt das Ziel die Mittel? Bei dem Film handelt es sich um keine Dokumentation, auch wenn authentische Filmsequenzen gezeigt wurden. Aber trotzdem wird des den Zuschauerinnen leicht gemacht, sich in die Zeit zu versetzen und die Wandlung einer zunächst unpolitischen Ehefrau und Arbeiterin hin zu einer militanten Aktivistin nachzuvollziehen. Große Erleichterung herrschte bei den Anwesenden, dass diese Kämpfe schon ausgefochten sind, das Wahlrecht für Frauen hielt 1918 nach dem ersten Weltkrieg in der deutschen Gesetzgebung Einzug. Trotzdem kann von Gleichstellung der Frauen auch in heutiger Zeit nicht die Rede sein. Jede Einzelne konnte Beispiele aus dem persönlichen Umfeld anführen, wo die Gleichstellung noch nicht gelebte Praxis ist. Ungleiche Bezahlung, daraus resultierende Altersarmut von Frauen, die paritätische Besetzung von Vorständen oder politischen Gremien, die Rollenklischees und damit einhergehend die Aufteilung der Familienarbeit. Diese und weitere Themen beschäftigen die Frauen in unserem Land, noch existentieller ist die Not der Flüchtlingsfrauen in ihren Heimatländern. Daher ist es gut und wichtig, dass es nach wie vor Gedenktage wie Internationalen Frauentag weltweit gibt. Auch in heutiger Zeit hat er nicht an Aktualität verloren, wie zahlreichen Demonstrationen vielerorts und weltweit als Woman‘s March oder Sisters‘ March tituliert zeigen. Vor über hundert Jahren kämpften die Frauen für das Frauenwahlrecht, heute sind die Frauen gefordert, dieses Recht aktiv zu nutzen, um die Gleichstellung der Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen, um damit die Opfer der „Suffragetten“ und vieler anderer Frauenrechtlerinnen zu würdigen.

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