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Metropolregion Hamburg

Frauenfreundliche Wilstermarsch

Anlässlich der Kommunalwahl in diesem Jahr hatte die Gleichstellungsbeauftragte Anke Rohwedder im Rahmen eines Wettbewerbs die „Frauenfreundlichste Gemeinde der Wilstermarsch" gesucht. Kurz zusammengefasst ging es darum, den Frauenanteil in den Kommunalparlamenten zu erhöhen. In der letzten Legislaturperiode führte noch St. Margarethen die Liste mit dem höchsten weiblichen Anteil in der Gemeindevertretung an. Nach der Kommunalwahl durfte die Gemeinde Kudensee diesen Titel für sich beanspruchen.

Aber auch in anderen Gemeinden hat sich einiges getan und der Frauenanteil insgesamt konnte von 20 Prozent auf nunmehr 25 Prozent gesteigert werden. Vor zehn Jahren waren gerademal in 5 von 14 Gemeindeparlamenten Frauen in der Gemeindevertretung aktiv. Damals lag der Frauenanteil bei 15 Prozent. Mittlerweile sind glücklicherweise in jeder Vertretung Frauen beteiligt.

Um den Frauenanteil zu steigern, müssten beispielsweise nur die Wahllisten paritätisch besetzt werden, wie es vorbildlich im Ortsverein der SPD in Wewelsfleth erfolgt ist. Dadurch konnte der Ortsverein der SPD in Wewelsfleth auch diese Kategorie im Wettbewerb „Frauenfreundliche Wilstermarsch" deutlich für sich entscheiden. Die paritätische Aufstellung der Wahlliste hatte letztlich dazu geführt, dass – obwohl die SPD nicht mehr Sitze erzielen konnte – nun anstelle von drei männlichen und einer weiblichen Vertreterin, nunmehr zwei männliche und zwei weibliche Vertreter*innen in die Gemeindevertretung einzogen. Eine Ehrung hierfür erfolgte jüngst auf der letzten Gemeinderatssitzung.

Die Gleichstellungsbeauftragte hatte im Rahmen der Preisverleihung auf der konstituierenden Sitzung im Sommer schon angekündigt, dass sie diesem quantitativen Wettbewerb eine qualitative Aufwertung folgen lassen möchte. Hierzu hat sie nun Ende November alle Kommunalvertreterinnen und interessierten Frauen zu einer Veranstaltung eingeladen, gemeinsam Ideen zu erarbeiten, wie die Wilstermarsch frauen- und familienfreundlicher werden könnte.

Dabei haben sich einige Ansätze herauskristallisiert, die auf noch folgenden Veranstaltungen konkretisiert werden sollen:

Ein Hauptthema war natürlich, wie noch mehr Frauen für die Arbeit in den kommunalen Parlamenten geworben werden können. Eine Idee war hierbei, mit einem sogenannten „Patin-Modell" weitere Frauen anzusprechen und für die politische Arbeit zu begeistern. Denn darin waren sich die anwesenden Frauen übereinstimmend einige, dass dieses Ehrenamt Spaß bringt.

Weitere Themen waren der Ausbau der Kinderbetreuungszeiten, gerade in den Amtsgemeinden - von Kita-Betreuung bis hin zur Ferienbetreuung für die Schulkinder wird hier noch deutlicher Handlungsbedarf gesehen. Nicht nur die Versorgung der Unter-Dreijährigen ist nicht ausreichend gewährleistet, auch die Nachmittagsbetreuung könnte noch ausgebaut werden. Die Erfahrung zeigt, dass Frauen oder Familien ihren Wünschen und Bedürfnissen mehr Nachdruck verleihen müssen.
Mit Blick auf die Mobilitätssituation waren die Verbesserung des ÖPNV mit flexiblen Haltestellen, um Angsträume für Frauen zu vermeiden und alternative Mobilitätsangebote angeregt worden.

Ein ganz großes Anliegen war, die Familienfreundlichkeit der Wilstermarsch besser zu präsentieren. Eine Idee dazu war, beispielsweise mit einem Willkommenspaket die Neugeborenen in den Gemeinden zu begrüßen. Ebenso könnten die familienfreundlichen Angebote in den Gemeinden zusammengetragen, evtl. vereinheitlicht und bspw. auf der Seite der Wilstermarsch an prominenter Stelle präsentiert werden, um Neubürger*innen, aber auch Alteingesessene zu informieren und damit das Bewusstsein zu schärfen.

Obwohl die Gleichstellungsbeauftragte, Anke Rohwedder, zum Ende des Jahres ihr Amt niederlegt, hat sie angekündigt, diese Themen zusammen mit den Frauen und der neuen Gleichstellungsbeauftragten weiter zu verfolgen. Ihre Stelle wird zum Ende des Jahres ausgeschrieben und sie ermuntert interessierte Frauen, sich zu bewerben.

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