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Metropolregion Hamburg

Kommunalwahl erzielt einen Anstieg des Frauenanteils um 30 % im Amtsbereich

Die amtlichen Wahlergebnisse der diesjährigen Kommunalwahl für Wilster und die Wilstermarsch liegen vor. Und demnach konnte der Frauenanteil in den Gemeindevertretungen um 30 Prozent gesteigert werden. Dies bewertet die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Wilstermarsch und der Stadt Wilster durchaus als Erfolg. „Wir waren mit 27 weiblichen Vertreterinnen in die Kommunalwahl gestartet und konnten den Frauenanteil um 30 Prozent auf nunmehr 35 Frauen, verteilt auf alle Ortsparlamente, steigern."

Auch wenn diese Zahlen durchaus erfreulich sind, sind die Frauen in der Kommunalpolitik weiterhin unterrepräsentiert. Zwar konnte der Frauenanteil von 20 auf 25 Prozent erhöht werden, von einer paritätischen Besetzung ist dieses Ergebnis jedoch noch weit entfernt.

Deswegen hatte die Gleichstellungsbeauftragte im Januar im Zusammenhang mit der Kommunalwahl einen Wettbewerb ausgelobt, mit der Suche nach der „frauenfreundlichsten Gemeinde". Dieser Wettbewerb beinhaltete verschiedene Kategorie, u. a. 1. die Gemeindevertretung/Ratsversammlung mit dem prozentual höchsten Frauenanteil insgesamt, 2. dem höchsten weiblichen Zugewinn im Vergleich zur Vorwahl sowie 3. die paritätischste Besetzung der Wahllisten.

Dieser Wettbewerb sorgte für einigen Diskussionsstoff und kam wohl gerade noch zur rechten Zeit, um zumindest bei einigen Gemeindevertretungen die Aufstellung der Kandidaten und Kandidatinnen zu beeinflussen. „Wenn ich durch diesen Wettbewerb erreichen konnte, dass die Reihenfolge und Beteiligung der weiblichen Vertreterinnen in die Bewertung mit eingeflossen ist, habe ich doch schon viel erreicht", betont Rohwedder und führt weiter aus, „mir war wichtig, auf die Diskrepanz aufmerksam zu machen. Die Frauen haben hier einen Anteil von knapp 50 Prozent an der Bevölkerung, sind jedoch nur zu einem Fünftel in der Politik vertreten. Dies muss sich ändern, und vielleicht habe ich mit dem Wettbewerb einen Anstoß gegeben.

Welche Gemeinde nun den höchsten Frauenanteil innehat und somit den Wettbewerb gewonnen hat, lüftet die Gleichstellungsbeauftragte auf der konstituierenden Sitzung des Amtsausschusses des Amtes Wilstermarsch Anfang Juli. Aber so viel vorab, sowohl in der Stadt Wilster, also auch in den großen Gemeinden Brokdorf und Beidenfleth sowie indirekt sogar in Stördorf konnte der Frauenanteil um 100 % gesteigert werden. Nachdem Stördorf in der letzten Legislaturperiode die einzige Gemeinde in der Wilstermarsch mit keiner einzigen weiblichen Vertreterin war, wurde nun zumindest eine Einwohnerin auf den Listenplätzen entsprechend platziert, sodass ihr ein Sitz in der Gemeindevertretung sicher war. Dadurch, dass in Stördorf (gleichermaßen in Dammfleth, Landrecht, Landscheide, St. Margarethen und Kudensee) nur eine Wählervereinigung zur Wahl stand, konnte mit der Rangfolge auf der Wahlliste schon im Vorfeld festgelegt werden, wer ins Gemeindeparlament einzieht.

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