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Metropolregion Hamburg

Spenden am Weltfrauentag kommen dem JUZE zugute

Im Rahmen des DVD-Abends anlässlich des Weltfrauentages wurde eine kleine Spendenbox aufgestellt. Und während sich die Frauen der Frage widmeten, was die „Göttliche Ordnung" mit dem Frauenwahlrecht zu tun hat, füllte sich die Schatulle auf stattliche 100 Euro. Diese konnten nun dem Jugendzentrum Wilster zur Unterstützung der Arbeit übergeben werden.

Die Besucherinnen waren der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wilster und des Amtes Wilstermarsch zum DVD-Abend anlässlich des Internationalen Frauentages gefolgt. Der DVD-Abend in der Stadtbücherei Wilster ist fast schon Tradition und als Anke Rohwedder bei der Begrüßung eine kleine Abfrage startete, wer schon öfter zu Gast bei dieser Veranstaltungsreihe war, hoben zahlreiche Frauen den Arm. Gleichzeitig konnte sie aber auch viele Neulinge und auswärtige Frauen aus Itzehoe und Umgebung begrüßen. Premiere feierte der erste männliche Besucher dieser Veranstaltung, der seine Frau begleitete.

Bevor die Filmvorführung bei gedimmten Licht begann, führte die Gleichstellungbeauftragte zusammen mit der Leiterin der Stadtbücherei Wilster, Karin Labendowicz, kurz in die Thematik anlässlich des Weltfrauentages ein und ließ die bisher gezeigten Filme Revue passieren. Dabei wies Rohwedder darauf hin, dass Deutschland in diesem Jahr auf 100 Jahre aktives und passives Frauenwahlrecht zurückblicken kann und leitete zum Inhalt des aktuellen Films über.

Der Film „Die Göttliche Ordnung" spielt in der Schweiz im Jahre 1971. Und erstaunlicherweise hatten die Frauen in diesem für seine direkte Demokratie viel gerühmten eidgenössischen Staat zu jener Zeit immer noch kein Stimmrecht. Dies hatten die Männer bis dahin wiederholt verhindert und propagiert, dies sei gegen die göttliche Ordnung. In dem Jahr sollten sie erneut darüber entscheiden und der Film greift auf, wie die Frauen sich in dieser fiktiven Geschichte erfolgreich für ihre Rechte einsetzten.

„Vieles ist doch immer noch so", war der spontane Ausspruch einer Zuschauerin nach dem Film und meinte die Rollenaufteilung in den Familien. Es ist zwar schon einiges erreicht, aber bis zur wirklichen Gleichstellung von Männern und Frauen steht noch vieles auf der Agenda, angefangen bei der gleichen Bezahlung, die im Rahmen des Equal-Pay-Days eingefordert wird.

Aber auch hinsichtlich der politischen Partizipation von Frauen ist bei einer weiblichen Beteiligung von durchschnittlich 20 Prozent in Gemeinderäten in der Wilstermarsch noch deutlicher Nachholbedarf, mahnt die Gleichstellungsbeauftragte an. Daher hat sie zur diesjährigen Kommunalwahl den Wettbewerb der frauenfreundlichsten Gemeinde ausgelobt. Eine Teilnehmerin konnte daraufhin berichten, dass aufgrund der Berichterstattung in der Presse über diesem Wettbewerb eine Kreispolitikerin sich erneut zur Kandidatur entschieden hat. „Ich habe einen Samenkorn gesät und die Saat ist aufgegangen", freute sich die Gleichstellungsbeauftragte über diese Resonanz. Mit einem herzlichen Dank an die Büchereileiterin für die organisatorische und logistische Unterstützung beendete Rohwedder den gemütlichen Abend bei Wein und Knabbereien.

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